«Familienverfassungen»

In diesem Video stelle ich die vier Aspekte vor, welche zum Gelingen einer nachhaltigen Familienverfassung unverzichtbar sind.

FAUCH – Anmerkungen zu Familienverfassungen

Zum Hintergrund: Familienunternehmen in Privatbesitz sind in allen westlichen Ländern die Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung. Vor diesem Hintergrund fällt auf, dass es Gründerfamilien nicht schaffen, ihre Familienunternehmen langfristig in Familienbesitz zu behalten. Je nach Land verlieren 70% bis über 90% aller Familien spätestens in der dritten Generation die Kontrolle über ihr Unternehmen. Sie werden aufgesplittet, verkauft oder gehen in Konkurs. Dies, obwohl die meisten Familien ihre Unternehmen gerne in Familienhand behalten hätten.

Es sind nicht externe Faktoren wie etwa Konjunkturzyklen, die dafür verantwortlich sind, sondern im Wesentlichen familieninterne Gründe. Eine mangelnde Nachfolgeplanung führt zu Familienkonflikten und -krisen und lässt Unternehmen scheitern.

In den letzten Jahren entwickelte Instrumente wie Familienverfassungen (family constitutions) definieren in einvernehmlicher Weise das Verhältnis zwischen Familie, Unternehmen und Umwelt. Sie beinhalten Organisationsprinzipien und Regeln, die das langfristige Weiterbestehen des Familienunternehmens absichern können.

Bei der Arbeit an einer Familienverfassung sollten folgende Aspekte im Kopf behalten werden: Familienverfassungen müssen konkret sein, sie sind Familienprojekte, sie brauchen Zeit und sie sind kaum ohne externe Unterstützung machbar.